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... das alles warst du für uns und noch so viel mehr.

Merlin, der Zauberer. Ja, der warst du wirklich. Vom ersten Tag an im Oktober 2017, als du gar nicht glauben konntest, dass du jetzt eine eigene Decke hast. Und Futter und Leckerli für dich ganz allein.

Du hattest einen schweren Start ins Leben. Als du zu uns kamst, wusstest du noch nicht mal, was Spazierengehen ist. Du bist einfach stehengeblieben.

Aber als du es dann wusstest, da hast du es geliebt. Mit dem Wind um die Wette jagen, in riesigen Kreisen über die Felder düsen, über Hindernisse springen, Stöcke und Steine sammeln, Brötchen vom Bäcker nach Hause tragen in deiner eigenen Tasche, bei jedem Wetter mit mir durch den Morgen laufen, Schneebälle fangen, die Füße in der Ems kühlen.

Du hattest viele Hundefreundinnen und -freunde, die du freudig und immer vorsichtig begrüßt hast, vor allem, wenn sie kleiner waren als du (das waren die meisten ). Natürlich gab es auch ein paar Hunde, um die du lieber einen riesigen Bogen gemacht hast. Aber mit Adi, der später in unser Rudel kam, kamst du (fast) immer gut zurecht. Wenn's drauf ankam, wart ihr wie Brüder.

Du hattest ein ganz zartes Seelchen. So viele Ängste und Unsicherheiten. Bis zum Schluss hast du es gehasst, wenn der Wind ums Haus gepfiffen ist, wenn im Wald die Bäume geraschelt haben, wenn Hagel gegen die Scheibe geklatscht ist, wenn du das Summen von Wespen und anderen Insekten gehört hast oder wenn irgendetwas heruntergefallen ist. Dann kamst du ganz nah zu uns und wir haben dir Halt gegeben.

Du hast von Anfang an gern neue Sachen gelernt, hast kleine Aufgaben geliebt. Wenn ich mit dem Auto vom Einkaufen wiederkam, hast du geguckt, ob im Kofferraum Dinge sind, die du nach oben bringen kannst, auf Gassirunden durchs Dorf hast du verlorengegangene oder weggeworfene Kuscheltiere und Spielzeuge aufgesammelt und du hast unterwegs mit Vorliebe Birnen, Äpfel und Beeren gefuttert.

Ach Merlin, mein Riesenbaby, wir hätten gern noch ein paar weitere schöne Jahre mit dir gehabt. Doch dieser verdammte Tumor, heimlich gewachsen in deinem Halswirbel, hat innerhalb weniger Tage deine jugendliche Fröhlichkeit durch unfassbare Schmerzen ersetzt. Dieser letzte Weg war grausam, aber du hast ihn am Freitag tapfer und dankbar bestritten.

Du bleibst immer in unserem Herzen.

Katja und LUtz